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Kreuzfahrtziel Miami: Die besten Tipps

Die Skyline von Miami Beach.
Die Skyline von Miami Beach.
Braungebrannte Menschen, Surfer in bunten Badeshorts, palmenumsäumte Boulevards und - nicht zu vergessen - die prächtigen Luxusvillen der Stars - das ist Miami. Der Port of Miami gilt als größter Hafen der Welt für Kreuzfahrtschiffe und einer der wichtigsten Containerhäfen. Mit 4.145.053 Passagieren von Oktober 2009 bis September 2010 hält der Hafen weiterhin den Kreuzfahrtpassagier-Rekord und verteidigt seinen Titel als “The Cruise Capital of the World”.

Viele bekannte Reedereien sind hier stationiert, so auch die größten Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean und Carnival Cruises. Vom Port of Miami starten vor allem wöchentliche Karibiktouren. Vom öffentlichen Watson Island Park direkt am MacArthur Causeway lässt sich das Hafengeschehen hautnah beobachten.
Der Port of Miami ist etwa sieben Kilometer von der City entfernt. Mit dem Auto benötigt man höchstens 15 Minuten Fahrtzeit. Es gibt zahlreiche Taxen, die allerdings mit 2,50 Dollar pro Viertelmeile nicht ganz billig sind. Zu den örtlichen Taxiunternehmen gehören beispielsweise Metro Taxi Co, Aventura Taxi und Coral Gables City Taxi. Preisgünstiger ist es, mit einem Shuttlebus zu fahren. Der Port of Miami Shuttle zu den Downtown Miami Hotels kostet pro Person zwölf Dollar. Wer es exklusiver liebt, kann sich auch online im Voraus einen privaten Shuttle Service buchen. Eine Fahrt nach Miami kostet für eine Gruppe bis zu sechs Personen etwa 96 Dollar.
Citytour mit dem Metromover
Wer seine Kreuzfahrt in Miami beginnt oder beendet, sollte unbedingt ein paar Tage einplanen, um Stadt und Umgebung am Miami River zu erkunden – am besten geht das mit einem Mietwagen. Günstiger ist es, das Auto bereits im Vorfeld zuhause anzumieten. Um die Innenstadt zu erkunden, braucht man das Auto allerdings noch nicht. Urlauber können kostenlos die Hochbahn „Metromover“ nutzen. Die drei Linien fahren, ohne lästiges Umsteigen, durch Downtown und den Financial-District und ermöglichen eine erste kleine Sightseeingtour mit Blick auf die Skyline Miamis.
Neben dem Finanz- und Bankenviertel Downtown mit seinen riesigen Hochhäusern und Bürogebäuden, ist der bekannte Miami Beach ein weiteres Highlight. Jeder kennt dieses Viertel aus der Kultserie „Miami Vice“: weißer Sandstrand, türkisfarbenes Meer und Sonnenschein pur. Auch heute noch sonnen sich hier die Reichen und Schönen und genießen den Blick auf die Skyline und die Hafenpromenade.
Miami bietet ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm, Stadtparks und Campingwiesen, Strand- und Wassersportarten. Ein kilometerlanger Steg entlang des Strands von Miami Beach lädt zu gemütlichen Spaziergängen oder Joggingrunden ein. Miami Beach zählt zu den beliebtesten Stadtteilen. Schlendert man die Collins Avenue entlang, fallen die luxuriösen Strandhotels gleich ins Auge. Die wirklichen Promis wohnen aber entweder auf den Privatinseln Star Island und Fisher Island oder im High Society Stadtteil Bal Harbour, etwa zehn Kilometer von Miami entfernt. Der Ocean Drive in Miami Beach ist die Flaniermeile schlechthin. Die teuersten Sportflitzer und Stretchlimousinen rollen über die Boulevards. Das Motto lautet hier ohne Zweifel: Protzen!
Abstecher ins Biltmore Hotel
Das historische Art-déco-Viertel in Miami Beach umfasst 960 architektonische Bauten aus den 1930er und 40er Jahren. Fans dieser Zeit können die denkmalgeschützten bunten Häuser heute als Hotels nutzen. Bei einem Spaziergang durch die Kleinstadt Coral Gables, die auch „The City of Beautyful“ genannt wird, kann man mediterrane Häuser bewundern. Die roten Dachschindeln der Gebäude, die prachtvollen Villen und noblen Boutiquen machen die Stadt zu einem ganz besonderen Erlebnis. Das im spanischen Stil erbaute Coral Gables ist auch durch das Fünf-Sterne-Biltmore Hotel bekannt. In den 30er Jahren wohnte Al Capone dort – seine Suite gibt es auch heute noch. Ein Markenzeichen des Biltmores ist sein 96 Meter hoher Turm, der eine Kopie der Giralda von Servilla ist.
Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehört auch das kubanische Stadtviertel Little Havana. In den kleinen Gassen ist immer etwas los. Die exzellenten Restaurants und die zahlreichen kulturellen und sozialen Aktivitäten spiegeln den kubanischen Charme wider. Sehr bekannt sind die jährlichen Straßenfeste, beispielsweise der Miami-Karneval, zu dem das Calle Ocho-Festival mit über einer Millionen Besuchern zählt. Weltweit wird diese Feierlichkeit im Fernsehen übertragen.
Wer den italienischen Stil bevorzugt, kommt bei einem Besuch des Museums Villa Vizcaya auf seine Kosten. Die frühere Winterresidenz des amerikanischen Industriellen James Deering beeindruckt mit prunkvoller Einrichtung und seinem 40.000 Quadratmeter großen Garten. Die Villa Vizcaya Museum & Garden ist ganzjährig von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise variieren: Erwachsene zahlen 15 Dollar, Kinder von sechs bis zwölf Jahren sechs Dollar und Senioren über 62 Jahre zehn Dollar.
Shoppen in Coconut Grove
Gleich in der Nähe befindet sich der Stadtteil Coconut Grove an der Biscayne Bay. Für Touristen, die gerne die Kultur, Musik und das Essen von den Bahamas erleben möchten, gehört Coconut Grove zum absoluten Pflichtprogramm. Ob ein romantisches Dinner unter freiem Himmel, Theater, Kino oder unbegrenztes Shoppingvergnügen - in der Einkaufsmeile Cocowalk gibt es viel zu sehen. Die Auswahl der Geschäfte ist groß, und wer die Mode von Morgen kaufen will, ist hier an der richtigen Adresse. Allerdings sind die Waren nicht besonders günstig. Wer Coconut Grove besucht, sollte genügend Zeit einplanen, denn auch abends ist dort Feiern angesagt. Ein besonderes Highlight ist das im Februar stattfindende Coconut Grove Arts Festival, eines der größten Freiluft-Kunstfestivals der USA.
Als preiswerter Shoppingalternative gilt die Einkaufspassage Bayside Marketplace. Sie liegt direkt am Hafenbecken und begeistert mit über 100 Geschäften, Restaurants und Cafes. Abends finden dort regelmäßig kleine Konzerte statt. Ein Ableger des legendären Hard Rock Cafes ist gleich nebenan. Vom Food Court des Bayside Marketplace blickt man auf den Kreuzfahrthafen. Besonders in der Nacht, wenn das Meer in der Abenddämmerung glitzert und die bunt erleuchteten Luxusliner im Hafenbecken liegen, ist die Hafenskyline gigantisch.
Kinderprogramm in Miami
Natürlich bietet die Metropole Miami ein großes Ausflugsprogramm für die Kinder. Nur ein paar Fahrminuten von Miami Beach entfernt, liegt der Park Parrot Jungle. Tropische Dschungellandschaften, zahlreiche Tierarten und spektakuläre Tiershows machen den Tagesausflug zum Abenteuererlebnis. Der Park ist ganzjährig von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt (plus der Florida Tax) kostet für Erwachsene von elf bis 64 Jahren 27,95 Dollar, für Senioren über 65 Jahre 25,95 Dollar und für Kinder zwischen drei und zehn Jahren 22,95 Dollar. Hinzu kommen die Parkgebühren von sieben Dollar für den Mietwagen.
Auf keinen Fall darf bei einem Miami-Aufenthalt ein Ausflug in das Seaquarium fehlen. Es ist immer wieder ein Riesen-Spaß, wenn die Killerwale aus dem Wasser springen und das hinausspritzende Wasser auf die Zuschauer regnet. Das Miami Seaquarium hat jeden Tag von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Die letzte Showvorstellung beginnt um 14.30 Uhr. Der Eintrittspreis für ein Tagesticket (plus der Florida Tax) beträgt für Erwachsene 31,95 Dollar und für Kinder im Alter von drei bis neun Jahren 24,95 Dollar.
Ebenfalls einen Ausflug wert ist der Biscayne Nationalpark. Sportbegeisterte können hier beim Schnorcheln und Tauchen über 250 verschiedene Fischarten und alte Schiffswracks beobachten. Nicht-Taucher erleben die Unterwasserwelt bei einer Rundfahrt im Glasbodenboot. Der Biscayne Nationalpark ist etwa eine Autostunde von Miami entfernt und hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Die Öffnungszeiten des Visitor Centers sind von neun bis 17 Uhr. Da bei einigen Straßen in Florida eine Mautgebühr anfällt, sollte man immer ein paar Dollar im Auto haben.
Kulinarische Tipps
Kulinarisch gesehen, hat Miami ebenfalls jede Menge Vielfalt zu bieten. Johnny Rockets gehört zu den besten Hamburger Restaurants in Miami Beach und ist für den schnellen Hunger zwischendurch ideal. Im Mangos Tropical Cafe am Ocean Drive lassen sich preiswerte Gerichte der exotischen und amerikanischen Küche ausprobieren. Unter freiem Himmel kann man sowohl den Blick auf den Strand, als auch den Dschungel-Flair des Restaurants genießen. Ein weiterer Tipp ist das Monty’s in South Beach. Das Restaurant und die Bar sind das ganze Jahr geöffnet. Die Speisekarte bietet kalifornische Küche und ausgefallene Cocktails. Wer möchte, kann sich im Pool abkühlen und am Nachmittag die Happy Hour genießen. Gut gestärkt, geht es dann weiter zu den nächsten Sehenswürdigkeiten in Miami…
Julia Koch

17.11.2012

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