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Hamburg: Hafen-Hammer

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist in Hamburg beheimatet. Die Schiffe dieses Unternehmen laufen wiederholt die Hansestadt an. Unser Foto zeigt die "Columbus" mit der Dauer-Baustelle Elbphilharmonie im Hintergrund. Foto: Tönnishoff
Großer Aufreger in der Hamburg-Ausgabe der „Bild-Zeitung“ vom 8. April: Wie das Blatt feststellt, brüskiere die Stadt ohne Not das erfolgreichste Kreuzfahrtunternehmen der Welt, die Carnival Corporation aus den USA. Nach Bild-Informationen liegt Wirtschaftssenator Frank Horch (65, parteilos) ein unterschriftsreifes Angebot des US-Konzerns vor, der für 180 Millionen Euro ein supermodernes Kreuzfahrtterminal am Überseezentrum bauen will. Aber Horch setze trotz klammer Kassen lieber darauf, 50 Mio. Euro aus Steuergeld für eine kleine Lösung auszugeben!, schreibt das Blatt.

Unmut auch von anderer Seite. In der „Welt“ ärgert sich Richard Vogel Chef von TUI Cruises darüber – wie wir finden zurecht! –, dass Frank Horch bei seinen Verhandlungen über den Bau eines dritten Kreuzfahrtterminals mit Vertretern von Carnival und MSC verhandelt, zu diesem „Kreuzfahrtgipfel“ aber „weder unser Mutterkonzern RCCL, noch die in Hamburg Kreuzfahrtunternehmen Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, noch wir als Hamburger Reederei mit am Tisch sitzen.“ Stellt sich die Frage: Ist der Hamburger Wirtschaftsminister mit diesem Thema überfordert?
Tö.

30.04.2013

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