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Taucherziel „Georg Büchner“

Das ist nun Geschichte: Die „Georg Büchner“ in Rostock. Foto: Tönnishoff
Das tragische Ende des Hotelschiffs „Georg Büchner“ und einstigem maritimen Wahrzeichen der Hansestadt Rostock berührt offenbar nicht nur uns als Shiplover (wir berichteten über den ominösen Untergang des Schiffes auf dem Weg zum Abwracker nach Klaipeda). Sogar die „Ostsee-Zeitung“ als Herausgeberin des Buches „MS Georg Büchner – vom Stapellauf bis zum Untergang“ ist überrascht, dass bei der Vorstellung des Buches kein Platz im Saal frei blieb und die Auflage noch am selben Tag verkauft war. Wer das interessante Schiff, das wohl letzte aus der einst in den 1950er Jahren so populären Gattung „Kombi“ überlebt hatte, noch mal sehen möchte, muss nun ein Taucher sein. 

In polnischen Internet-Foren wird die in 35 Metern Tiefe liegende „Georg Büchner“ als interessantes Ziel für Unterwasser-Touristen gepriesen. Ihr Liegeplatz nahe der Halbinsel Hela (polnisch Hel) ist auch Schiffsfriedhof diverser Einheiten, darunter die in den letzten Kriegstagen von einem russischen U-Boot torpedierten Flüchtlingsschiffe „Wilhelm Gustloff“ und „Steuben“ mit etwa 15.000 Todesopfern. Dass das Seeamt in Gdynia trotz monatelanger Suche bis heute keine Schuldigen für den Untergang der „Georg Büchner“ finden konnte und vermutlich auch in Zukunft nicht finden wird, überrascht nicht wirklich in dieser undurchsichtigen Geschichte vom Ende einer markanten Schiffspersönlichkeit.
Tö.

29.11.2013

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