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HAL: Flower Power

Freuen sich über die Tulpe mit dem Namen Signature: v.l.n.r. Stein Kruse, Jan Pennings und Walter Jansen. Foto: HAL
Für die prächtige Blumenarrangements in den Lobbys ihrer Schiffe war die Holland America Line (HAL) schon immer bekannt und damit eine überzeugende Vertreterin ihres für Blütenträume berühmten Landes. So ist auch das Geschenk des Keukenhofs – Europas größter, zwischen Amsterdam und Rotterdam gelegener Blumenpark, – an das Traditionsunternehmen zu seinem 140-jährigen Bestehen wirklich maßgeschneidert oder besser maßgezüchtet mit einer eigens für HAL kreierten Tulpe. Am 19. April taufte Stein Kruse, Reederei-Präsident und CEO von Holland America Line – „Ich kann mir für unsere Jubiläumsfeier keine passendere Symbolik vorstellen“ –, im Beisein von Keukenhof-Präsident Walter Jansen und Meisterzüchter Jan Pennings die filigrane Blütenblätter kennzeichnende Tulpe auf den Namen „Signature“.

HAL-Kenner wissen, dass auch die jüngsten Schiffe „Eurodam“ und „Nieuw Amsterdam“ in der gegenwärtig aus 15 Premium-Cruisern bestehende Flotte zu einer Familie gehören, die diesen Namen trägt. Sollte in zehn Jahren, also zum 150sten, wieder mit Blumen gefeiert werden, wird die neue Züchtung dann vermutlich den Namen einer weiteren Klasse tragen. Ein innovativer Neubau, größer als alle bisher in Dienst gestellten HAL-Schiffe, soll 2016 kommen. Nein, Details will Stein Kruse noch nicht verraten.
Nostalgischer Charme auf der „Rotterdam“
Für die HAL-Geburtstagsgäste zum 140sten, mit dabei WELCOME ABOARD, hatte sich die Reederei etwas Besonderes einfallen lassen: die Unterbringung an Bord ihres ehemaligen Flaggschiffs „Rotterdam“ (V). Dieser berühmte Liner von 1959 gehört als Vertreter einer vergangen Epoche zu den Ausnahmeerscheinungen, die bis heute überlebt haben. An verschiedenen Plätzen – zuletzt in Wilhelmshaven – mit viel Liebe restauriert, hat die „Rotterdam“ seit knapp fünf Jahren als schwimmendes Hotel einen festen Liegeplatz ganz in der Nähe des früheren Reederei-Hauptsitzes und der heutigen HAL-Europa-Niederlassung in der Stadt, deren Namen sie trägt. Dieses mit einer Vermessung von 38.645 Tonnen größte, jemals in den Niederlanden gebaute Passagierschiff, seinerzeit sogar ein bisschen avantgardistisch mit zwei markanten Abgaspfosten statt eines Schornsteins, wurde weitgehend in den Originalzustand zurückversetzt. Dass dies meisterhaft gelungen ist, kann der Schreiber dieser Zeilen bestätigen: Er reiste vor 20 Jahren mit der „Rotterdam“ und erlag schon damals ihrem nostalgischen Charme, der sie als echte Repräsentantin aus der goldenen Zeit der Oceanliner kennzeichnete. Im fest vertäuten Hotel „SS Rotterdam“ lassen sich zwar nicht mehr alle Räume begehen, aber schon nach einem kurzen Rundgang merkt wohl jeder, dass dies ein wirklicher Schiffsklassiker ist. In seiner aktiven Zeit als Liner, aber auch als Hotel überzeug(t)en die Kabinen bzw. Zimmer, wie man heute sagt, mit viel Komfort. Jetzt natürlich mit Internet-Zugang.
Kompliment an die Niederländer, dass sie ihre „Rotterdam“ in den Heimathafen zurückgeholt haben. Warum war Gleiches nicht in Hamburg möglich? Die Hanseaten ließen es zu, dass ihre (ebenfalls) weitgehend im Originalzustand befindliche, in ihrer Stadt gebaute „Hamburg“ – bekannt mit ihrem späteren Namen „Maxim Gorki – verschrottet wurde.
Wir gratulieren den Niederländern und natürlich ganz besonders der Holland America Line zum Jubiläum.
www.hollandamerica.com
Peter Tönnishoff




Jetzt ein schwimmendes Hotel: das ehemalige HAL-Flaggschiff „Rotterdam“ (V).
Foto: Tönnishoff

25.04.2013

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