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Größenrekorde made in Germany

Die Norwegian Breakaway
100 Jahren ist es her, als das damals mächtigste Passagierschiff „Imperator“ seinen Dienst aufnahm. Der mit 52.117 Tonnen vermessene Superliner von 1912, 277 Meter lang und mit Platz für mehr als 3000 Gäste, war die Erstgeburt eines baugleichen, auf der Werft Blohm & Voss entstandenen Trios für den Nordatlantikdienst der Hamburger Traditionsreederei Hapag, die unter ihrem legendären Generaldirektor Albert Ballin – der auch als ein Erfinder der Kreuzfahrt gilt – zur weltgrößten Reederei aufgestiegen war.

Es folgten die noch etwas größeren Schwestern „Vaterland“ und „Bismarck“, wobei letztere nicht mehr ihren Dienst unter deutscher Flagge aufnehmen sollte – der Erste Weltkrieg verhinderte dies. Umbenannt in „Berengaria“, „Leviathan“ und &b dquo;Majestic“ waren die Riesen immerhin noch zwei Jahrzehnte bis zur Indienstellung der 80.000-Tonner „Queen Mary“ und „Normandie“ Mitte der 1930er Jahre die mächtigsten Schiffe.
Mehr Größe als die Ballin-Dampfer und Made in Germany gab es erst 1995 mit der auf der Meyer Werft im friesischen Papenburg für P&O gebauten „Oriana“ (69.153 Tonnen). Heute, knapp 20 Jahre später, gilt nun dieser Cruiser schon wieder im Vergleich mit diversen Newcomern – salopp gesagt – nur noch als halbe Portion. Die folgenden Meyer-Meisterstücke wurden ständig größer. Die etwa 4000 Gästen Platz bietende und im kommenden Frühjahr in Fahrt kommende „Norwegian Breakaway“ (Norwegian Cruise Line) wird wie die ein Jahr später kommende Schwester mit dem Nach-Namen „Getaway“ mit etwa 144.000 Tonnen vermessen sein. Zehn Prozent größer sollen die Royal Caribbean-Liner mit dem Projektnamen „Sunshine“ ausfallen, die im Herbst 2014 bzw. Frühjahr 2015 von Meyer abge liefert werden sollen. Und die Nummer drei der „Breakaway“-Serie, die nach Plan im Oktober 2015 die Werft verlässt, will die Messlatte nochmal höher legen mit 163.000 Tonnen. Die Friesen schaffen Riesen.
www.meyerwerft.de

30.11.2012

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